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Personalverantwortliche wissen es: Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit den Mitarbeitern. Umso wichtiger ist es, Personal zu finden, die zur Unternehmenskultur passen. Gerade Fach- und Führungskräfte müssen nicht nur das notwendige Fachwissen mitbringen sondern die Unternehmensphilosophie auch leben. Begeisterung für das was sie tun ist dabei ebenso wichtig wie Empathie und soziale Kompetenz. Denn das ist es, was eine kompetente Fach- und Führungsperson ausmacht. Und in einem Zeitalter, indem der Fachkräftemangel bekannt ist, darf das Gesamtpaket nicht unterbewertet werden.

 

Wer suchet, der findet

Welcher Unternehmer kennt das nicht. Ein Abteilungsleiter kündigt, will sich verändern. Der Geschäftsführer geht in Elternzeit oder hat sich für einen Job im Ausland entschieden. Plötzlich steht das Unternehmen vor der Herausforderung, bald eine Führungspersönlichkeit weniger zu haben. Schnellstmöglich muss die Stelle wieder besetzt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit steht genauso auf dem Spiel wie die Arbeitsproduktivität und evtl. sogar die Leistungsfähigkeit. Doch wer soll sich darum kümmern? Denn die Suche ist nicht nur zeitaufwendig sondern auch nervenaufreibend. Alles kein Problem. Schließlich gibt es das Internet. Online gibt es viele Hilfen, wie schnell passende Mitarbeiter gefunden werden können. Doch die Realität zeigt, dass es gar nicht so leicht ist. Zumindest nicht, wenn das Ergebnis am Ende optimal ausfallen soll. Algorithmen und Apps, Software und klassische Fragebögen - klar, mit deren Unterstützung bekommen Unternehmen schnell einige Vorschläge. Doch wie gut das Match am Ende ist, entscheidet sich erst später. Und leider kommt dann allzu oft das böse Erwachen. Die Hardskills sind ausgewogen und gut definiert. Aber an den Softskills fehlt es an allen Ecken.

Moderne Personalgewinnung kommt am Internet und den damit verbundenen unzähligen Möglichkeiten nicht mehr vorbei. Doch wie weit kann die Online-Suche gehen? Nachgefragt bei Suzanne Walter, Inhaberin und Head der B.I.P. GmbH aus Isernhagen fällt die Antwort deutlich aus. "Die technische Unterstützung ist auch bei der Suche nach Fach- und Führungskräften nicht mehr wegzudenken. Wichtig dabei ist nur, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert." Die sympathische Headhunterin weiß wovon sie redet. Seit mehr als 20 Jahren ist sie im Geschäft und hat so manche Position neu besetzen können. und natürlich hat das Internet dabei geholfen. "Letztendlich war es aber immer der persönliche Kontakt, der entscheidend war," erzählt die versierte Personalberaterin weiter, "denn gerade die so wichtigen weichen Faktoren erkennt man nur face to face." Ihr Fazit? Unterstützung durch die Technik? Ja aber in Maßen. Denn nichts geht über Menschenkenntnis, die sich Suzanne Walter in vielen Vier-Augen-Gesprächen angeeignet hat. "Kein Computer der Welt erkennt das Funkeln in den Augen eines Bewerbers vor Begeisterung oder das Zögern. Ich bin fest davon überzeugt, dass das beste Match dann zustanden kommen kann, wenn mit fachlicher Kompetenz und viel Feingefühl gesucht wird." Und bei aller Liebe zu Computern und Technik: DAS liegt nur in menschlichem Ermessen.

von Cordula Mahr

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