Weiterbildung ist wichtig - für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

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Man lernt nie aus - Ein kluger Spruch, der nicht nur als Filmtitel Berechtigung hat. Unser Alltag ist geprägt von Veränderungen, Schnelllebigkeit und stetigem Wandel. Lernen hört nicht mit einer Abschlussprüfung auf, sondern ist ein Prozess, der jeden Menschen durch das gesamte Leben begleitet - und das auch unabhängig vom jeweiligen Arbeitgeber. Aber gerade im Arbeitsalltag stehen Mitarbeiter und Unternehmensführung vor besonderen Herausforderungen. Demographische, technologische und ökonomische Entwicklungen fordern Anpassungen am Arbeitsmarkt, die den Arbeitsalltag immer wieder neu bestimmen. Arbeitgeber, die die Zeichen der Zeit erkennen und in ihre Mitarbeiter investieren, profitieren in Zukunft von Vorteilen. Unerheblich dabei ist, welche Art der Weiterbildung gewählt wird. Ob klassisches Kurssystem oder Mobil Learning via Internet. Jedoch sind mobile Technologien, die den Lernerfolg fördern in der heutigen Zeit immens wichtig.

Dem Fortschritt gerecht werden

Unternehmen sind der Globalisierung und dem technischen Fortschritt ausgesetzt. Kompetenzen müssen mit den neuen Herausforderungen Schritt halten können und weiterentwickelt werden. Auch die zunehmende Internationalisierung ist nicht zu unterschätzen, welche den Unternehmen eine wachsende interkulturelle Kompetenz abverlangt. Und das geht manchmal auch über eine zweite Fremdsprache hinaus. Der Mensch muss sich externen Entwicklungen anpassen und sich selbst kontinuierlich weiterentwickeln. Damit ist man mitten im Prozess des lebenslangen Lernens. Neuland betreten ist dabei aber nur eine Seite der Medaille, auch das Anpassen des vorhandenen Wissensstandes an die globalen Veränderungen von kulturellen Unterschieden und technischen Möglichkeiten sind gefordert.

Fachkräftemangel

Immer wieder in aller Munde: Der Mangel von Fach- und Führungskräften. Als Alternative bietet es sich an, die eigenen Mitarbeiter selbst weiterzubilden um sie auf den neuesten Wissensstand zu bringen. Damit kann dem Fehlen qualifizierter Leute im eigenen Betrieb entgegengewirkt werden. Aber nicht nur das. Neben dem geforderten Fachwissen können auch speziell auf das Unternehmen zugeschnittene Soft-Skills vermittelt werden. Team- und Konfliktfähigkeit können geschult, Eigeninitiative gefördert werden - die soziale Kompetenz wird erhöht. Und das Schöne an der Weiterbildung - egal ob Soft- oder Hard-Skills geschult werden: Wissen macht glücklich und wer sich regelmäßig mit anspruchsvollen Aufgaben beschäftigt, bleibt bis ins hohe Lebensalter geistig leistungsfähig. Es gibt viele Gründe, dem Erlernen neuer Inhalte oder dem Auffrischen von Altbekanntem offen gegenüber zu stehen - und das ein Leben lang.

Weiterbildung lohnt sich immer

Davon profitieren dann nicht nur die Mitarbeiter sondern auch Kunden und Geschäftspartner. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Weiterbildung für Mitarbeiter und der Kundenzufriedenheit gibt. Das mag daran liegen, dass eine effizientere Belegschaft den Kunden effektiver zur Seite zu stehen vermag, was zu einer verbesserten Servicequalität und einer bedarfsgerechten Kundenberatung führt. Der Wissenstransfer im gesamten Unternehmen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. 

Wer zahlt?

Betriebliche Weiterbildungen trägt der Arbeitgeber. Diese finden dann auch meistens während der regulären Arbeitszeit statt. Das sind maßgeschneiderte Weiterbildungen, die ebenso auf die Erfordernisse eines Unternehmens, wie die der Mitarbeiter abgestimmt werden. Viele Arbeitnehmer geben Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem heutigen Arbeitsmarkt als einen Hauptentscheidungsgrund dafür an, bei einem Unternehmen zu bleiben oder bei diesem anzufangen. Ist der Arbeitnehmer der Ansicht, dass dem Arbeitgeber seine persönliche Entwicklung wichtig ist, erhöht dies Engagement und Loyalität. Und die Attraktivität eines Unternehmens steigt.

Oft beteiligen sich Arbeitgeber finanziell an Maßnahmen, die Arbeitnehmer durch Eigeninitiative anstreben. Aber auch staatliche Möglichkeiten können genutzt werden. Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren neue Förderprogramme aufgelegt damit sich auch in Zukunft noch mehr Menschen weiterbilden. In der Vielzahl von Angeboten, das Richtige zu finden, ist nicht ganz leicht. Aber genaues Hinschauen lohnt. Oft ist die Arbeitsagentur der richtige Ansprechpartner - sowohl für eine erste Beratung als auch als Träger von Kosten. Das Bundesbildungsministerium bietet ebenfalls Programme zur Unterstützung von Weiterbildungen. Da gibt es finanzielle Zuschüsse. Komplett finanzierte Weiterbildungen sind aber eher selten, letztendlich wird immer individuell entschieden. Ein kleiner Trost für Arbeitnehmer: Alles, was für die berufliche Fortbildung aus eigener Tasche gezahlt wird, kann beim Finanzamt geltend gemacht und von der Steuer abgesetzt werden.

Fazit

Lebenslanges Lernen macht nicht an der Bürotür halt. Ganz im Gegenteil. Die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter verdient einen hohen Stellenwert in jedem Unternehmen. Wettbewerbsfähigkeit kann nur gewährleistet werden, wenn die Mitarbeiter allen Faktoren gerecht werden können. Das erfordert Wissen auf dem aktuellen Stand. Neu hinzugelerntes Fachwissen und besondere Fähigkeiten können unter Kollegen ausgetauscht werden. Das ist nicht zu unterschätzen. Long Life Learning auch im Unternehmen, ein tragfähiges Motto. In der Vergangenheit ebenso wie gegenwärtig und in Zukunft.

 

von Cordula Mahr

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