Strukturen, Absprachen und Improvisation statt Aufschieberitis und Bummelei

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Strukturen, Absprachen und Improvisation

statt Aufschieberitis und Bummelei

 

Den Alltag im Corona-Homeoffice bewältigen

Dieser Blog-Beitrag sollte eigentlich das Thema „Prokrastination, Aufschieberitis und Bummelei“ oder so ähnlich behandeln. Nun prokrastinierte, wenn man so will, die Autorin schon geraume Zeit und schob den Artikel vor sich her, auch weil sie sich fragte: Wen interessiert das denn jetzt? Jetzt, wo uns alle das Corona-Virus in Geiselhaft genommen hat? Richtig. Eigentlich niemanden. Doch bei B.I.P. als externe Personalverwaltung hat man jetzt jedoch ganz andere Sorgen und Aufgaben zu bewältigen, als mit mir das Thema für den Blog weiter zu erörtern. Deshalb der Versuch eines Brückenschlags:

 

Herausforderung Homeoffice in der Krise

Vermutlich müssen Sie selbst und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Administration den Betrieb in der aktuellen Situation aus dem Homeoffice heraus am Laufen halten. Dann sind Sie als Unternehmer beziehungsweise Chefin ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Dazu gehört zum einen tatsächlich auch die Gefahr, dass Sie selbst erst einmal durchhängen angesichts der Wucht dieser Krise und der damit verbundenen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen. Und dass Ihre Angestellten im Homeoffice aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls nicht gleich die Arbeit mit gewohntem Schwung aufnehmen. Für die, die sonst noch nie oder nur in Ausnahmesituationen mal einen Tag Homeoffice gemacht haben, fallen jetzt die gewohnten Strukturen und Abläufe weg, die Kommunikationswege sind andere, neue Tools und Techniken kommen zum Einsatz, die erst gelernt werden müssen und der Kontakt mit den Kollegen fehlt. Hinzu kommen Sorgen und Ängste wegen der alles beherrschenden Pandemie, weshalb oftmals der Kopf nicht frei ist für das Alltagsgeschäft. Doch das muss aus dem Homeoffice heraus trotzdem irgendwie bewältigt werden. Eine mögliche Steilvorlage für Aufschieberitis und Bummelei.

 

Herausforderung Führen auf Distanz in Corona-Zeiten

Für Sie selbst als Unternehmerin oder Unternehmer ist das Führen auf Distanz, wenn Sie es zuvor nicht schon praktiziert haben, auch eine ganz neue Challenge. Homeoffice-Expertin Teresa Bauer sagte dazu am 11. März 2020 im Spiegel-Interview: „Die anfängliche Angst, Kontrolle zu verlieren, ist ganz normal.“ Und erklärt weiter: „Machen Sie sich klar: Wenn Sie im Büro Ihren Mitarbeiter am Laptop sehen, können Sie ihn auch nicht kontrollieren. Sie sehen nur, dass er da ist. In der neuen Situation, wenn auf einmal alle im Homeoffice sind, braucht Vertrauen Zeit, um sich zu etablieren. Sie dürfen auch dem Team gegenüber zugeben: Das ist neu für mich, aber wir können das zusammen schaffen.“ Was jetzt hilft, ist das Vereinbaren neuer flexiblerer Strukturen, klare Absprachen und vor allem auch Improvisation.

 

Herausforderung Aufschieberitis im ungewohnten Homeoffice

„Sehr viele Menschen, die nicht ans Homeoffice gewöhnt sind, müssen jetzt von zu Hause arbeiten, und das klingt für viele erst mal gemütlich, kann aber auch richtig schnell ungemütlich werden, wenn man überfordert ist“, erklärt Margarete Stokowski in ihrer Spiegel-Kolumne „Zehn Regeln fürs Überleben im Homeoffice“ vom 17.März 2020. Als freie Autorin kennt sie sich damit bestens aus. „Regeln fürs Homeoffice unterscheiden sich eigentlich nicht prinzipiell von Regeln, die fürs konzentrierte Arbeiten allgemein gelten, allerdings macht man sich diese Regeln üblicherweise nicht sonderlich bewusst, weil man sich mehr oder weniger automatisch einfach an das hält, was am jeweiligen Arbeitsplatz üblich ist. Erfahrungsgemäß haben Leute, die anfangen zu Hause zu arbeiten, trotz der sehr unterschiedlichen Berufe, die sie ausüben, ziemlich ähnliche Probleme.“ Dazu gehört auch die Gefahr der Aufschieberitis oder im schlimmsten Fall der pathologischen Prokrastination. Studenten und bestimmte Berufsgruppen sind besonders betroffen wie beispielsweise Anwälte, Journalisten und Lehrer. Aktuell kann es nun alle treffen, die wegen Corona ins Homeoffice verbannt sind.

 

Herausforderung Homeoffice, Homeschooling und überhaupt

Dort, beziehungsweise im gemeinsamen Heim, tummeln sich jetzt womöglich außerdem unausgelastete Kinder, wahlweise tobend, nörgelnd oder mit Geschwistern streitend. Die außerdem per Homeschooling von den Eltern als Hilfslehrer beschult werden sollen. Zudem versucht vielleicht noch die Gattin oder der Gatte ebenfalls mehr oder weniger schlecht gelaunt an einem improvisierten Homeoffice-Arbeitsplatz auch zu Potte zu kommen. Oder quält sich schon mit der ersten Attacke Budenkoller und ruft, in den vier Wänden auf- und abtigernd, alle Verwandten und Freunde an, um zu hören, wie es ihnen so geht. Nicht viel besser dran sind die, die völlig allein in ihrem Homeoffice isoliert sind und vielleicht sogar in Quarantäne.

 

Herausforderung Corona-Krise und was kommt danach?

Vor allem – seien Sie jetzt nachsichtig mit sich selbst, Ihren Mitarbeitern, Ihren Mitmenschen, denen, die Ihnen nahestehen und in Zeiten des Corona-Homeoffice besonders auf die Pelle rücken (müssen) und auch mit denen, die Ihnen jetzt ganz fremd vorkommen, weil sie auf die Herausforderungen der aktuellen Krise so ganz anders reagieren als sie selbst. Wir sind alle Menschen und als Gesellschaft haben wir seit dem Bestehen der Bundesrepublik Deutschland nichts erlebt, was vergleichbar wäre. Es wird eine Zeit nach dieser Krise geben. Daran sollten wir denken. Sie wird anders sein, als die davor. Deshalb: Was es genau mit Prokrastination auf sich hat, warum sie pathologisch oder auch strategisch sein kann und manchmal auch notwendig oder gar kreativitätsfördernd, damit beschäftigen wir uns lieber später einmal. Nach Corona. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

 

 

Bei B.I.P. wissen wir aus erster Hand, welch schwierige Zeit dies für viele Unternehmen ist. In manchen Betrieben steht die Produktion ganz still, andernorts musste auf Kurzarbeit umgestellt werden. Seien Sie gewiss, dass wir von B.I.P auch jetzt zuverlässig an Ihrer Seite sind und wirklich alles tun, was uns möglich ist, um Sie zu unterstützen – damit Ihr Unternehmen diese Krise so gut wie möglich übersteht.

 

Bleiben Sie gesund!

 

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von Martina Tangara

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